Archiv für August 2008

Bürgerschaftliches Engagement

Sonntag, 31. August 2008

Ich habe in den letzten Tagen leider kaum Zeit für den Solar Bürger Blog gehabt. Momentan überschlagen sich die Ereignisse. Ralos plant die “längste Photovoltaikanlage der Welt” in Bürstadt wollen wir einen solar beleuchteten Radweg ausstatten und in der nächsten Woche gibt es eine Anhörung beim hessischen Landtag zur zukünftigen Energieversorgung in Hessen. Alles politische Themen bei denen ich mit Rat und Tat zur Seite stehe.
Bei den Vorbereitungen zu der hessischen Anhörung bin ich allerdings auf eine Stellungnahme gestossen die zeigt warum eine Genossenschaftlich organisierte Energieversorgung so wichtig sein kann. Die Unabhängige Bürgerinitiative “Kein Kohlestrom Wiesbaden” wurde um eine Stellungnahme gebeten und hat nur zu einem Punkt geantwortet. Darin wird aufgezeigt, daß die Kraftwerke Main Wiesbaden AG (KMW) nur “im Interesse des Unternehmens” entscheiden. Obwohl die Eigentümer je 50% Stadtwerke Wiesbaden und Mainz in Parlamentsbeschlüssen gegen das Kohlekraftwerk sind. Die Vertreter im Aufsichtsrat der AG aber wiederum “im Interesse des Unternehmens” entscheiden. Das bedeutet obwohl die Bürger der Städte gegen das Kohlekraftwerk sind setzen sich die gewählten Vertreter über den Willen der Bürgerschaft hinweg im Interesse des Wirtschaftsunternehmen. Mit solch einer Konstellation wird nicht das beste für die Bürgerschaft entschieden sondern immer die Variante die am wirtschaftlichsten für die AG ist und es entscheidet nicht die Bürgerschaft sondern die AG Verantwortlichen…

Verzwickter Lebenslauf -TAZ Artikel mit falschen Angaben

Freitag, 8. August 2008

Mir ist klar, daß ich kein einfacher Referent bin wenn ich in wenigen Minuten meine Lebenserfahrung versuche rüberzubringen. Es ehrt einem zwar wenn man in der TAZ lobend erwähnt wird aber leider haben sich ein paar Fehler eingeschlichen und ein ganz dicker der mir persönlich sehr sehr leid tut.

Ich gehe einfach den Artikel von Beginn an durch und mache meine Anmerkungen…
Wir sind nicht “nur” Atomkraftgegner sondern der Kern der Solar-Bürger-Genossenschaft kam aus zwei Vereinen und zwar S.U.N e.V. und dem Solaranlagenverein Bensheim e.V. die sich beide aus Atomkraftgegner speiste. S.U.N. kämpfte gegen das AKW Obrigheim und einige Mitglieder des Solaranlagenvereins kämpfen heute noch gegen das AKW Biblis. Aus diesen Vereinen bildete sich die Solarbrücke … Um diese Atomkraftgegner scharte ich bei der Gründung einer Experten auf den verschiedensten Gebieten. Leider haben wir direkt aus Biblis bis heute keine Mitglieder in der Genossenschaft…

Weiter habe ich keine GmbH gegründet um auf der Schule  eine PV Anlage zu bauen sondern diese Anlage wurde vom Solaranlagenverein e.V. finanziert.

Leide kommt jetzt der dicke Hund… Nicht meine Beteiligung am Windpark Butendiek war das Frusterlebnis sondern eine andere Windparkbeteiligung die ebenfalls als GmbH organisiert war und an der ich einen Mindestanteil besitze. Butendiek dagegen ist zwar auch ein GmbH aber Butendiek ist demokratisch organisiert und es gab dort Kraft Satzung keine Anteilseigner die eine Mehrheit besitzen. Wir “Butendieker” sind achttausend Menschen die 20.000 Anteile besitzen. Es tut mir wirklich sehr leid, daß in dem TAZ Artikel dies so falsch dargestellt wird. Ich glaube nicht, daß ich das so gesagt habe… Der Großinvestor der inzwischen 50 Prozent Anteile an Butendiek hält war notwendig weil wir nicht die entsprechenden Sicherheiten bringen konnten. Aber nochmals es gab bei Butendiek keine Großinvestoren die die kleinen Anteilseigner überstimmten. Dies geschieht bei GmbH’s bei denen es Anteilseigner in allen Finanziellen Dimensionen gibt… ABER NICHT BEI BUTENDIEK

Erhard Renz